04.04.2025
2024
„Die Hilfe kommt gut an“
Mit Sachspenden für soziale Einrichtungen in Siebenbürgen (Rumänien) hat es begonnen. Aus der privaten Initiative von Helpuper Bürgern ist inzwischen ein Verein entstanden, der vermehrt in der Ukraine tätig ist. Bei einem selbst finanzierten Besuch haben kürzlich neun Mitglieder von „Help up mit Herz und Hand“ die Kontakte zu den Projekten im Kreis Sibiu (Hermannstadt) wieder aufgefrischt.
Rășinari (Städterdorf) am Fuß der Karpaten ist ein Dorf mit rund 5.000 Einwohnern. Durch Vermittlung des ehemaligen Schulleiters Giusseppe Bothar ist der Verein auf die dortige Grundschule Barcianu aufmerksam geworden. Da der Wunsch entstand, Hilfe zur Selbsthilfe zu erhalten, wurden acht neue, hochwertige Nähmaschinen und eine Strickmaschine angeschafft. Während ihres Aufenthalts konnten sich die Vereinsmitglieder davon überzeugen, wie die Schülerinnen und Schüler lernen, die Maschinen zu bedienen. Diese Fähigkeit bereitet sie zugleich auf eine spätere Berufstätigkeit, zum Beispiel in der Textilindustrie, vor. Darüber hinaus werden nachmittags auch Nähkurse gegeben, die von erwachsenen Personen besucht werden. Die Schulleiterin Ileana Oltean zeigte sich sehr erfreut über diese Bildungsinvestition des Vereins „Help-up mit Herz und Hand“
Während diese Grundschule wie schon andere Schulen im Kreis Hermannstadt in der Vergangenheit durch den Verein mit gebrauchten Schulmöbel ausgestattet wurde, kam es jetzt zu einem neuen Kontakt. Mit Spendenmitteln wurden für das Gymnasium Radu Salejean in Hermannstadt eine Tischtennisplatte, dazugehörige Schläger und weiteres Material für den Sportunterricht gekauft. Da die räumlichen Verhältnisse in der Schule sehr beengt sind, muss jeweils ein geleerter Klassenraum als „Sporthalle“ dienen. Vom Improvisationsgeschick der Schülerschaft und des Kollegiums um die Schulleiterin Nelia Corobana waren die Gäste aus Lippe sehr beeindruckt. Mit der einzigen Tischtennisplatte bereiten sich die Jugendlichen sogar auf Turniere vor. Die Schule hinterließ auch sonst einen positiven Eindruck. Das Gebäude war sehr sauber und aufgeräumt, außerdem erhielten sämtliche Kinder eine Mahlzeit. Zum gemeinsamen Frühstück gab es Butterbrote. „Für beide Projekte haben wir 3.000 Euro zur Verfügung gestellt“, berichtete der Vereinsvorsitzende Volker Neuhöfer. „Wie wir nun feststellen konnten, wird die Spende sinnvoll verwendet.“
Erstmals lernte die Reisegruppe den Fußballclub „Sharks“ kennen. Es ist das Projekt des Sportlehrers Silviu Flitar. Nach 17 Jahren in Deutschland ist er in seine Heimat zurückgekehrt, um Kindern und Jugendlichen in ihrer Freizeit eine Perspektive zu bieten. Auf einem kleinen Spielfeld am Stadtrand von Sibiu trainiert er regelmäßig mit ihnen und holt sie bei Bedarf auch mit seinem eigenen Wagen von zu Hause ab. Er geht dabei sehr professionell vor, motiviert die jungen Kicker und fordert sie zugleich. Mit seinem ehrenamtlichen Einsatz möchte der Lehrer ihnen einen Halt geben und sie zu starken Persönlichkeiten entwickeln. Die Spielfläche hat die Halbfeldmaße 40 mal 60 Meter. Auch wenn Duschen und Umkleideräume nicht vorhanden sind, sollen die Jugendlichen wenigstens gute Trainingsmöglichkeiten vorfinden. Deshalb hofft Flitar, dass er für den Platz einen gebrauchten Kunstrasen erhalten kann. Die Vereinsmitglieder waren sich sofort einig, dass dieses soziale Projekt unterstützt werden müsse. „Wir ermitteln gegenwärtig, wie wir dem Wunsch entsprechen können“, sagte der Vorsitzende Neuhöfer.
Die Region Siebenbürgen in Zentralrumänien ist zugleich ein touristisch interessantes Reiseziel. Während ihres einwöchigen Aufenthalts haben Roswitha und Reinhold Lange, Ulrike und Lothar Jaehn, Rosemarie Redeker, Erich Lange, Volker Neuhöfer, Tobias Wattenberg und Axel Wattenberg daher auch einige Sehenswürdigkeiten besucht. In Sighisoara (Schäßburg) erhielten sie eine Führung durch die Altstadt mit seinen bunten Hausfassaden. Und im Dorf Viscri (Deutsch Weißkirch) besichtigten sie eine der bekanntesten Wehrburgen des Landes. Mit vielen neuen Eindrücken und gestärkter Motivation zu helfen kehrte die Reisegruppe wieder nach Hause zurück.




Praktische Hilfe
Das Unternehmen Fliesenwelt Bembenek in Leopoldshöhe-Greste wird zum Jahresende aufgelöst. Einen Teil des Restbestands hat der Inhaber Sebastian Grieger dem Verein „Help up mit Herz und Hand“ angeboten, der sofort dankbar zugriff. Das Hilfsprojekt in der Ukraine hatte Bedarf. Denn im Sommercamp für Kinder und Jugendliche wurde ein neuer Bodenbelag für den Speiseraum gebraucht. Die Fliesen unterschieden sich zwar in Größe und Stärke, aber dennoch ist daraus ein kunstvoll zusammengestelltes Muster entstanden. Als Grieger das Werk auf Fotos sah, war er so begeistert, dass er jetzt noch weitere 15 Tonnen Fliesen spendete.

Vereinsmitglied Peter Block (links) und Sebastian Grieger (rechts)
Eine Küche geht auf Reisen
Unser Verein erhielt eine wertvolle Sachspende der Sparkasse Herford
Eine sehr willkommene Spende konnte am 12. Oktober 2024 von der Sparkasse Herford für das Kinderheim Ojtec dim (Vaterhaus) in der Ukraine gesichert werden. Peter Block und Volker Neuhöfer wurden dabei von vielen Freunden unseres Vereins beim Beladen der Küche unterstützt. Insbesondere gab es viele helfende Hände der Humanitären Hilfe aus Bielefeld, mit denen unser Verein schon seit vielen Jahren zusammenarbeitet.
Aufgrund eines Standortwechsels der Sparkassenkantine wurde die alte Gastroküche dort nicht mehr benötigt. Nikolaj Kaminski, unsere Kontaktperson zum Kinderhaus, hatte sich die Küche schon vor zwei Monaten angeschaut und war hocherfreut über diese Spende. „Für uns ist das eine wirklich große Erleichterung, da wir uns dort im Moment nur mit einer provisorischen Küche helfen“, sagte Nikolaj Kaminski. Mit „dort“ ist ein Standort des Vaterhauses in den Karpaten der westlichen Ukraine gemeint. Kaminski ist sich sicher, dass die Küche für eine sehr lange Zeit für das leibliche Wohl der Kinder sorgen wird.



Mitglieder unseres Vereins und der Humanitären Hilfe Bielefeld nach dem Beladen des Lastwagens
Kleiner Dank für große Hilfe
mit den Worten
Wir bedanken uns ganz herzlich
bei dem Verein Help up — mit Herz und Hand e.V. für Spenden und wohltätige Unterstützung für die Bedürfnisse des Kindersommercamps «Steshyna dobrA»!
bedankte sich unsere Freundin Tanja von der „Ukraine Community“ Lemgo. Sie persönlich könnte unsere kleine Sprende bestehend aus mehreren Kartons Schreibpapier und einer Menge Spielzeug an die Kinder des Sommercamps, welches auf dem Gelände des Klosters der Heiligen Dreifaltigkeit im ukrainischen Rajon Luzk befindet. Wir haben uns über den Gruß der Kinden in deutscher Sprache sehr gefreut.
Zu sehen ist ihr Dank und die Reaktionen auf das Schreibpapier und die Spielzeuge unter folgendem Link: https://www.instagram.com/reel/C9zrobqoXoc/?utm_source=ig_web_copy_link
Help up mit Herz und Hand e. V. unterstützt angehende Mediziner im ukrainischen Luzk
„An denen werden noch sehr viele Studierende über viele Jahre hinweg lernen“, so Peter Block, Mitglied des Vereins Helpup mit Herz und Hand e. V. beim Verladen von 32 Schul-tischen auf dem Gelände des Rudolf-Rempel-Berufskollegs in Bielefeld-Brackwede.
Möglich wurde diese Weitergabe durch eine Initiative des Lehrers Peter Bansmann aus Helpup, der am Berufskolleg in Brackwede unterrichtet. Dort wurden diese Tische durch neue ersetzt. Da die alten Tische nur einige Gebrauchsspuren zeigten, kam Bansmann die Idee, sie der Hilfsorganisation aus Helpup anzubieten. Mit dem Verein wurde ein dankbarer Abnehmer gefunden.
Schnell war für die Schulmöbel, zu denen noch einige Computertische aus zwei Bad Salzufler Schulen kamen, ein dankbarer Abnehmer gefunden. Durch die vielfältigen Kontakte des Vereins meldete das Medizinische College der Hochschule im westukrainischen Luzk dringenden Bedarf an. Wie in allen Städten der Ukraine fehlt es auch dort an Mitteln für Schulen und Universitäten. Die Situation wird kaum besser werden, solange der Krieg andauert.
Der Vorsitende des Vereins, Volker Neuhöfer, berichtete, dass die Möbel zwischenzeitlich auf dem Weg in die Ukraine seien und dankt dem Rudolf-Rempel-Berufskolleg mit Peter Bansmann für die Möbel und der Fa. Steinkrüger Frucht- und Frischehandel aus Bielefeld, die Lkw und Fahrer für den Transport ins Zwischenlager in Helpup zu Verfügung stellte.

Erich Lange (2.v.l.) und Reinhold Lange (3. v.l.) vom Verein Helpup mit Herz und
Hand, sowie dem Helfer Yan Kutitskyi (1. v.l.) mit Peter Bansmann (5. v.l.)
und Favez Al (6.v-l.) von der Fa. Steinkrüger.
Pressemitteilung


