20.05.2026
Aktuelles
Rotarier helfen in der Ukraine
Der Rotary-Club Bielefeld-Waldhof spendet 10.000 Euro für Ukraine-Hilfe des Vereins
„Helpup mit Herz und Hand“.
Bielefeld/Oerlinghausen. Zum vierten Jahrestag des Ukraine-Krieges konnte der Verein „Helpup mit
Herz und Hand“ eine überraschende und großzügige Spende in Höhe von 10.000 Euro vom Rotary-
Club Bielefeld-Waldhof entgegennehmen.
Der Verein unterstützt 300 Kinder und ihre Pflegeeltern im Großraum Kiew. Ihnen kommt die Spende
nach einem sehr harten Winter mit außergewöhnlich tiefen Temperaturen und weiterhin fast
täglichen russischen Drohnenangriffen zugute.
Die Initiative der Rotarier ging von Volker Crayen aus. Der Bielefelder Architekt ist seit vielen Jahren
Mitglied der Rotarier und lebt inzwischen in Helpup. Da er sich vor einigen Jahren gemeinsam mit
anderen Mitgliedern der Hilfsorganisation aus Helpup in die Ukraine aufgemacht hatte, konnte er
seinen rotarischen Freunden ein sehr authentisches Bild über die Situation in dem Land vermitteln.
„Da die Ukraine in der öffentlichen Wahrnehmung immer mehr an Bedeutung verliert, wollten wir ein
wenig gegen die nachlassende Spendenbereitschaft unternehmen“, sagt Crayen zu seinen
Beweggründen.
Sehr beeindruckt von der Spende zeigt sich Volker Neuhöfer, Vorsitzender des Vereins „Helpup mit
Herz und Hand“, und dankt dem amtierenden Club-Präsidenten Björn Gehl und allen Rotariern.
„Auch aufgrund der sehr sparsamen Mittelverwendung können wir mit dieser Summe die Kinder für
einige Monate mit Grundnahrungsmitteln und mit einfachen Dingen des täglichen Bedarfs
versorgen“, sagt Neuhöfer.
Dabei hebt er besonders hervor, dass die Rotarier aus Bielefeld den Verein auch schon in der
Vergangenheit großzügig unterstützt haben. Dies sei eine wertvolle Stütze der Vereinsarbeit.

Die Rotarier Björn Gehl und Volker Crayen zusammen mit Volker Neuhöfer, Vorsitzender des Vereins
„Helpup mit Herz und Hand“
Größter Wunsch: Ein Fahrrad

Nikolausmarkt 2025
Mit seinen schon traditionellen Auftritten beim Nikolausmarkt in Helpup ist unser Verein zu einer festen Größe dieses tollen Marktes in unserem Stadtteil geworden. Wie in den vorherigen Jahren auch backten wir wieder frische Brezeln und verteilten Stutenkerle, die uns von der Bäckerei Brinkmann überlassen wurden. Darüber hinaus boten wir den Helpuperinnen und Helpupern Holzspielzeug an, welches der mittlerweile verstorbene Helpuper Karl-Heinz Hasse selbst gebastelt hat. Seine Kinder hatten den Wunsch, dass mit diesem Spielzeug sinnvolles geschieht. Somit ergab sich hier nicht nur eine weitere Spendenquelle sondern auch ein schönes vorweihnachtliches Bild an unserem aus zwei Zeltpavillons bestehenden Stand.
Trotz eher durchwachsenem Wetter hat es den vielen helfenden Händen unseres Vereins wieder viel Freude bereitet sich für unsere gute Sache einzusetzen. Sicherlich werden wir auch im nächsten Jahr wieder dabei sein.





Freude über den neuen Sportboden
Neun Mitglieder und Freunde der Hilfsorganisation „Help up mit Herz und Hand“ machten sich für fünf Tage auf die Reise ins rumänische Siebenbürgen. Dort konnten sie sich über die sinnvolle Verwendung der Spendenmittel überzeugen, die der eingetragene, gemeinnützige Verein gesammelt hatte. Es bestehen langjährige, persönliche Kontakte zu der Region; jetzt hatten zwei öffentliche Einrichtungen für Kinder um Unterstützung gebeten.
In der kleinen Ortschaft Agarbiciu (Arbegen) sorgte der Verein dafür, dass in der dortigen Schule mit 133 Schülerinnen und Schülern ein neuer, elastischer Sportbodenbelag fachmännisch verlegt werden konnte. Darüber hinaus erhielten die Wände des Sportraums einen frischen Anstrich. Schuldirektor Prof. Constantin Dumitru sowie seine Kolleginnen und Kollegen bedankten sich sehr herzlich für die deutlich verbesserten Trainingsbedingungen. Fotos des kleinen Sportsaals mit dem vorherigen, mehr als 30 Jahre alten Bodenbelag machten deutlich, wie dringend notwendig die Renovierung war. Mit den geringen staatlichen Zuwendungen wäre dies nicht möglich gewesen.
Prof. Dumitru ist gleichzeitig verantwortlich für den Kindergarten in Agarbiciu. Hier finanzierte der Verein eine Zaunanlage, um den Spielplatz zu schützen, der unmittelbar an einer stark befahrenen Straße liegt. „Wir sind sehr dankbar für den Bau des Zaunes, der zu einer deutlichen Verbesserung der Sicherheit unserer spielenden Kinder führt“, so Dumitru. Die 33 Kinder empfingen die Besucher mit
großer Freude und Neugier.
Mit seinen rund 1.200 Einwohnern ist Arbegen in Zentralrumänien ein typisch siebenbürgisches Dorf, zu dem auch eine Kirchenburg gehört. Über viele Jahrhunderte prägten Siebenbürger Sachsen, die im 12. Jahrhundert aus dem Bereich Trier und Lüttich eingewandert waren, gemeinsam mit einer fast gleich großen Anzahl von Rumänen das Leben in diesem Dorf. Nach dem Sturz des kommunistischen Regimes reisten fast alle Deutschstämmigen in die Bundesrepublik aus. So leben in Arbegen heute neben der rumänischen Mehrheitsbevölkerung nur noch sehr wenige Deutsch sprechende Einwohner.
„Wir konnten uns persönlich vor Ort von der sehr sinnvollen Verwendung der Spenden überzeugen“, berichtete der 1. Vorsitzende des Vereins, Volker Neuhöfer. „Insofern möchten wir uns bei allen Spendern recht herzlich bedanken.“ Das Ausstattungsniveau der Schule und des Kindergartens sei mit dem in Deutschland nicht vergleichbar – allerdings konnte die Gruppe den Eindruck gewinnen, dass mit der vorhandenen Ausstattung sorgsam und pfleglich umgegangen wird.
Nach dem Besuch des Kindergartens und der Schule blieb der Besuchergruppe auch noch genug Zeit, Land und Leute kennenzulernen. Insbesondere jene Mitreisenden, die zum ersten Mal dabei waren, zeigten sich von diesem Landstrich beeindruckt. „Wir konnten dort wieder vier interessante und beeindruckende Tage verbringen“ so
Neuhöfer, der zugleich betonte, dass sämtliche Reisekosten selbstverständlich privat
bezahlt wurden.



